Ich fühle mich wieder in meine Kindheit zurückversetzt, nur das mein Platz ein anderer ist. Als Rheinfelderin war es in der Winterzeit ein Muss, auf die Kunsti zu gehen. Jede freie Minute verbrachten wir hier.
Täglich komme ich ins KuBa Freizeitcenter und sehe von meinem Büro aus direkt auf das Eis. Am Morgen geniesse ich die kurze Zeit der Stille und manchmal hat es auch was Mystisches, vor allem wenn noch so ein Hauch Nebel über dem Eis liegt. Doch bald höre ich die ersten Kinderstimmen und das rege Treiben auf der Kunsti nimmt seinen Lauf. Am Morgen besuchen uns oft Schulen und ich muss immer wieder schmunzeln, wie die Kleinsten, wacklig auf ihren Schlittschuhen, wie kleine Pinguine aufs Eis watscheln. Lachend, schreiend und manchmal auch mal weinend, verbringen die Kinder eine aufregende Zeit hier. Es hat so was Unbeschwertes und Leichtes, wenn man in die Kindergesichter mit den roten Bäckchen schaut.
Die Teenies treffen sich zum Eishockey spielen, Fangis oder geniessen einfach das Schlittschuhlaufen mit ihren Freunden/innen. Auch viele Erwachsene, ob mit oder ohne Kinder, erfreuen sich auf der Kunsteisbahn und geniessen die Zeit. Zwischendurch gönnen sich die Besucher eine Pause und wärmen sich auf bei einer Tasse heisser Schoggi und stärken sich für weitere Stunden auf dem Eis. Sogar die Eisdisco, welches mein Highlight als Teenie war, gibt es noch. Abends trifft man dann die Clubs und Plauschteams verschiedenen Alters an, welche ehrgeizig ihrem Hobby Eishockey oder Eislaufen nachgehen. Als Mitarbeiterin auf der Kunsti und selbst Mutter eines 13-jährigen Kindes rate ich jedem, verbringt viel Zeit draussen mit Freunden, denn dort erlebt man Geschichten, die man ein Leben lang nicht vergisst.