Eine nasskalte Abkühlung im Rhein ist im heissen Sommer immer Willkommen – aber nicht ohne meinen Wickelfisch!
Mit der Luftmatraze oder dem Gummiböötli; Nur eine kurze Abkühlung oder genussvoll den ganzen Tag auf dem Fluss verbringen – die Möglichkeiten sind unzählig und jede*r kann den Rhein nach Lust und Laune geniessen.
In Rheinfelden sind wir uns aber einig (das wage ich nun einmal zu behaupten): der Wickelfisch ist des Rheinschwimmers liebstes Accessoir. Wobei er nicht einfach nur ein Mitbringels ist, das gut aussieht mit seinem bunten Stoff in unzähligen Farben, Formen und Mustern. Der Wickelfisch ist ein wasserdichter Schwimmsack, der die Wertsachen, Kleider und das Badetuch während dem Rheinschwumm trocken hält. Wie er zu seinem Namen kam? Die Schwanzflosse muss mindestens 7x eingewickelt werden, damit er dicht ist.
Und so laufe ich mit Flipflops, im Bikini, darüber ein Sommerkleid, mit Wertsachen und natürlich meinem gelben Wickelfisch mit Rheinfelder Wappen zum Stadtpark Ost. Meine Arbeitskolleg*innen und ich packen alles in unsere farbenfrohen Wickelfische und machen uns bereit. Mit einem Fuss die Temperatur des Wasser prüfen. Ui, kalt! Aber der Morgen im heissen Büro war anstrengend und eine Abkühlung dringend nötig. Darum: Nichts wie r(h)ein! Nach anfänglichem Kälteschock gewöhnen wir uns an das angenehme Flusswasser und lassen uns treiben. Wir schauen hinüber an das Deutsche Ufer mit seinen grünen Bäumen, hinauf zum Kraftwerk und nach vorne zur Rheinbrücke. Nach dem Parkresort und dem Stadtpark West sind wir jedes Mal fasziniert vom Anblick der Altstadtfassaden unseres schönen Städtli. Beim Vorbeischwimmen winken wir noch unseren Arbeitskolleg*innen zu, die auf der Rheinterrasse ihr Mittagessen geniessen. Vor der Brücke müssen wir unbedingt links halten, denn unter dem mittleren Brückenbogen verbirgt sich das St. Anna-Loch, eine Untiefe mit gefährlichen Strudeln. Beim Inseli steigen wir aus und können uns dank unserem treuen Begleiter abtrocknen, wieder ankleiden und starten mit neuer Energie in den Nachmittag.
Wer länger Zeit hat, kann sich bis zum Strandbad Rheinfelden treiben lassen.