Die Lätschete: der Abschluss der Fasnacht in Bad Zurzach und somit eine Trauerfeier, da der gute Prinz Karneval verstorben ist.
Die traditionelle Fasnachtszeit dauert in Bad Zurzach jeweils vom Schmutzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch.
Die „Lätschete“ ist dabei ein alter Brauch, welcher am letzten Tag der Fasnacht, also am Aschermittwoch stattfindet. Es ist ein trauriger Anlass, da die Fasnacht vorbei und der gute Prinz Karneval verstorben ist. Am Mittwochabend treffen sich alle Hüülwyber bei dem Sternenbrunnen in Bad Zurzach, wo der Trauermarsch beginnt. Ein kurzer Stopp wird vor dem Verenamünster eingelegt, wo der einzige „Mann“ an diesem Abend, der liebe Fasnachtspfarrer, die Trauerrede hält. Danach geben wir „Hüülwyber“ Prinz Karneval die letzte Ehre und begleiten ihn alle bis zur Rheinbrücke. Da trauern wir weiter bis er verbrannt wurde und seine Überreste dem Rhein überlassen werden.
Das viele Weinen macht hungrig, daher wechseln wir von Trauer auf Lachen – zum freudigen Teil des Abends. Alle Hüülwyber begeben sich für den Leichenschmaus in den Gemeindesaal Bad Zurzach, wo mit Live-Musik, toller Guggenmusik und Barbetrieb für gute Stimmung gesorgt ist.
Um 24.00 Uhr wird der so genannte Ochsentanz durchgeführt. Ein wirbelwindiger Tanz auf der Ochsenkreuzung, bei welchen wir uns an den Händen halten und im Kreis herum rennen. Danach ist der offizielle Teil vorbei und somit leider auch die Fasnacht.
Die Lätschete ist ein einzigartiger Anlass, da sich alle Beteiligten, egal ob Mann oder Frau als Hüülwyber in schwarzer Trauerkleidung kostümieren. Für Auswertige vielleicht ein etwas komischer Anblick, jedoch für uns Einheimischen Tradition. Es ist ein Fest mit toller Stimmung, bei welchem sich Jung und Alt treffen und gemeinsam den letzten Tag der Fasnacht feiern. Spass und Unterhaltung ist bis in die frühen Morgenstunden vorbestimmt.