In meiner, bis jetzt kurzen Karriere in der Gastronomie, habe ich in zwei Betrieben gearbeitet. Am Anfang in meiner eigenen kleinen Bar, die ich mit meinen Freunden eröffnet und geführt habe. Währenddessen habe ich auch im Betrieb meiner Eltern (Hotel Stalden Berikon) angefangen, wo ich als Tellerwäscher startete und mittlerweile im Service und an der Réception arbeite.
In beiden Betrieben geht es um das Geniessen und Begiessen und trotzdem wird es gleichzeitig so unterschiedlich ausgelebt. In unserer Bar durften wir nur Bier und Wein ausschenken, da meine beiden Freunde und ich über kein Wirtepatent verfügten. Trotzdem wurde bei uns viel genossen und mit einer Auswahl von 13 verschiedenen, speziellen Müllerbräu Bieren sowie fantastischem Ennetbadner Wein, hatten wir für fast jeden etwas da. Gerade unsere jüngere Kundschaft war aber auch am Begiessen ihrer selbst interessiert und so boten wir neben Beerpong (ein Trinkspiel, das ich nur empfehlen kann), auch noch unsere zwei Literstiefel an. Mit diesem Angebot war das allwöchentliche Begiessen ein riesen Spass.
Im Stalden habe ich dann ein ganz anderes Geniessen erlebt. Hier gibt es eine umfangreiche Speisekarte. Wein und Bier werden zur Ergänzung der Gerichte angeboten, damit das Ganze zu einem kulinarischen Genuss fusioniert. Mit 20 offenen- und einer noch grösseren Auswahl an Flaschenweinen, findet jeder Gast das für ihn Passende, um mit dem ausgewählten Gericht zu harmonieren. Das Trinken des Bieres oder Weins verliert seinen Selbstzweck und man begiesst sich nicht einfach, sondern unterstreicht mit dem passenden Wein den Geschmack des Essens im Mund, um den kulinarischen Gipfel zu erklimmen.