Ob Geschlechterrollen, Geschlechtsidentität oder Geschlechterungleichheiten: Geschlechterfragen polarisieren – schliesslich ist jeder Mensch davon betroffen. Die neue Ausstellung «Geschlecht. Jetzt entdecken» im Stapferhaus in Lenzburg lädt die Besuchende zur Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten dieses Themas ein. Die einen empfinden die Einblicke als zeitgemäss, andere hingegen als provokativ. Eins steht fest: Spannend ist die Ausstellung für alle!
Nachdem wir unsere Tickets im Eingangsbereich bei der Kasse gekauft haben, steigen wir eine steile Treppe hinauf und tauchen in einen Raum ein, dessen Wände mit Begriffen zum Thema «Geschlecht» versehen ist.
Danach bewegen wir uns weiter in einen runden Raum, in dem eine Bank auf uns wartet. Ein 360-Grad-Video wird auf die gewölbte Wand projiziert. Mit kreativen Illustrationen bietet es eine Einführung in die biologischen und gesellschaftlichen Dimensionen von «Geschlecht».
Anschliessend erscheinen wie von magischer Hand zwei Türen: Hinter der einen Türe wartet ein Raum in einem schrillen Pink und der andere ist in einem Babyblau gestrichen. Wir treten in den pinken Raum und finden an den Wänden stereotypische Mädchenspielsachen, - kleider, und sogar -essen (in leuchtend pinken Verpackungen) vor.
Dann kommen wir in den Hauptraum: Dort wird die spannende Geschichte der Geschlechter-Stereotypen, -Rollen und -identität erzählt, von der Steinzeit bis heute. Der runde Raum ist violett gestrichen und an der Wand befinden sich chronologische Zeitmarkierungen. Wir reisen mit dem Zeitstrahl an der Wand durch die «Geschlechtergeschichte» und durchleben die verschiedenen Zeitalter dank den Informationen an der Wand. Gelegentlich führt uns eine geheimnisvolle Türe wieder in eine neue Welt, in der man sich beispielsweise gegenseitig die Nägel lackieren oder in einem Fotoraum eine typische Pose des anderen Geschlechts einnehmen kann. Diverse interaktive Elemente sorgen dafür, dass die Besuchenden nicht nur Informationen aufnimmt, sondern diese gleich in einem witzigen Selbsttest erlebt.
Wer die Ausstellung besuchen möchte, reserviert sich hier einen Platz, da die Besucherzahl aktuell noch eingeschränkt ist.