Entlang der Naturlandschaft des Aabachs eröffnen sich gerade im Winter neue Blicke auf die 17 Zeitzeugen der Industriegeschichte. Und als Highlight: ein Abstecher ins neu eröffnete Museum Burghalde in Lenzburg!
Bei Winterstimmung finde ich es speziell schön, dem Aabach entlang zu spazieren und dabei in die Zeitgeschichte einzutauchen. Der Raum zwischen Wildegg, Lenzburg und Hallwilersee ist eine der Kernregionen der Industrialisierung im Kanton Aargau. Entlang des Aabaches bestanden über die letzten 250 Jahre insgesamt 28 Werke, welche die Wasserkraft als Energiequelle nutzten.
Sie waren die Grundlage für die Entstehung der Textilindustrie, zuerst in Manufakturen, dann schon bald in mechanisierten Spinnereien und Webereien. Wasserkraftnutzung und Textilindustrie waren die Grundlage für das Entstehen einer ganzen Reihe weiterer Industrieunternehmen wie der Konservenfabrik in Seon, dem Sauerstoffwerk in Lenzburg, der Teigwarenfabrik Tommasini, der Hero und der Wisa-Gloria-Werke, der Schweizerischen Leinenindustrie in Niederlenz bis zu den Kupferdraht-Isolierwerken in Wildegg.
Ich bin immer wieder fasziniert, wie sich auf kleinem Raum eine Fülle von Unternehmungen ansiedelten und eine Region prägten. Im Winter, wenn das Laub fehlt, ist der Blick auf die Zeitzeugen frei.
Und zu guter Letzt lohnt sich ein Abstecher ins neu eröffnete Museum Burghalde, das eine wichtigen Teil seiner Ausstellung der Industriegeschichte widmet. Der Umbau in der alten Burghalde ist hervorragend gelungen. Bis Ende Jahr ist der Eintritt für alle frei!